Mehr Sichtbarkeit führt zu mehr Anfeindungen

Queerfeindliche Attacken in Troisdorf

Regenbogenflagge ziert die check-it-Fassade
© Aidshilfe Rhein-Sieg e.V. Regenbogenflagge ziert die check-it-Fassade

Seitdem das check-it – Beratungsstelle Sexualität und Gesundheit,  für mehr Sichtbarkeit zum Ausdruck der Solidarität und des friedlichen Miteinanders, die Regenbogenflagge an der Beratungsstelle gegenüber der St. Hippolytuskirche in Troisdorf gehisst hat, nehmen queerfeindliche Attacken zu.

Direkt nach dem ersten Wochenende wurden Spuren von klebriger Flüssigkeit an den Bürofenstern im ersten Stock seitens der Mitarbeitenden vorgefunden. Auch an den großen Schaufenstern im EG waren Verschmutzungen von Hand- und Fingerabdrücken erkennbar, so dass erkennbar ist, dass die unbekannten Täterinnen und Täter versucht haben, die Flagge abzureißen.

Im Laufe der letzten beiden Wochen mussten die Mitarbeitenden sogar mit ansehen, wie eine Gruppe Jugendlicher versucht hat, die Flagge abzureißen. Auch wurde durch das offene Bürofenster ein klebriger Gegenstand nach einer Mitarbeiterin geworfen. Zuletzt wurde ebenfalls der laufende Betreib des Jugendtreffs Q mit Zwischenrufen von außen gestört.

Die Polizei ist bereits informiert und es wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Viel kann derzeit aber noch nicht unternommen werden, da noch keine Personen greifbar gemacht wurden. Zum Glück ist bisher der Schaden noch gering, aber drückt für die Beratungsstelle eine bedauernswerte neue negative Tendenz in Troisdorf aus.

Das check-it möchte diese Vorfälle öffentlich machen und nutzen, um Institutionen, wie Schulen, die sich für LSBTIQ* einsetzen und ebenfalls queer feindliche Attacken erleben, zu ermutigen, sich zu melden und in den Austausch zu gehen.